Aktuelle Situation zum neuen Coronavirus Stand 24.2.2020

Inzwischen sind auch in Europa, besonders Italien, gehäuft Erkrankungen an
Coronavirus aufgetreten.


Übertragungsweg
Der Übertragungsweg ist von Mensch zu Mensch. Im Vordergrund stehen
Erkrankungen der Atemwege, primär ist der Übertragungsweg über Sekrete
des Respiraktionstraktes. Unklar ist, ob die Übertragung auch über den Magen-
Darmtrakt erfolgen kann.


Wie lange ist die Inkubationszeit?
Nach derzeitigem Stand beträgt die Zeit der Ansteckung bis zum Ausbruch
der Krankheit 14 Tage.


Schutz vor Ansteckung
Präventivmaßnahmen sind:
Husten in die Ellenbeuge,
gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten.
Händehygiene heißt, häufiger Hände waschen mit Wasser und Seife, evtl. auch
mit Desinfektionsmittel.


Ist das Tragen von Mund- Nasenschutz in der Allgemeinbevölkerung sinnvoll?
Für gesunde Personen ist es nicht notwendig, es kann sogar ein falsches
Sicherheitsgefühl erzeugen. Für erkrankte Personen die sich im öffentlichen Raum
bewegen müssen, kann diese Maßnahme sinnvoll sein.


Übertragung von Coronavirus über Lebensmitteloberflächen oder
Gegenstände?
Nach derzeitigem Kenntnisstand ist die Übertragung über importierte Waren, Post-
sendungen oder Gepäck wenig wahrscheinlich.


Gibt es einen Impfstoff gegenüber Coronavirus?
Nein, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht können Monate auf Grund der
Entwicklungszeit und Zulassung vergehen.

 

Welche Vorsorgemaßnahmen werden für Deutschland empfohlen?
Personen mit Kontakt zu Coronavirus-Erkrankten sollten generell Kontakte zu
anderen Personen vermeiden und dies dem Gesundheitsamt melden. Personen
sollten unnötige Kontakte meiden, bei Möglichkeit zuhause bleiben, entsprechende
Hustenhygiene beachten.


Warum Quarantäne für Kontaktpersonen?
Um eine Ausbreitung des neuen Coronavirus zu vermeiden, sollten Erkrankte
bzw. Infizierte weitere Kontaktpersonen vermeiden.
Nach derzeitigem Kenntnisstand beträgt die max. Dauer bis zum Ausbruch der
Krankheit (Inkubationszeit) 14 Tage. Während dieser Zeit sollten Erkrankte und
möglicherweise Infizierte entsprechende Hygienemaßnahmen beachten.
Weiter zu empfehlen sind Abstand zu Dritten (1-2 m) und möglichst zuhause
zu bleiben.


Wer wird informiert beim Vorliegen an einer Coronaviruserkrankung?
Der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung oder
eine Erkrankung auf Coronavirus feststellt, muß das Gesundheitsamt
unverzüglich informieren. Dieses führt dann die weiteren Maßnahmen
durch.


Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?
Bei allen Viruserkrankungen entfällt eine antibiotische Behandlung.
Entscheidend ist körperliche Schonung. Bei Bedarf ist eine stationäre
Unterbringung und medizinische Behandlung nötig.
Eine spezifische antivirale Behandlung steht nicht zur Verfügung.


Hygienemaßnahmen bei Erkrankten?
Empfohlen wird, dass Erkrankte in Einzelzimmer untergebracht werden.
Das Pflegepersonal hat Schutzausrüstung wie Schutzkittel, Einmal-Hand-
schuhe und Mundatemschutz zu tragen. Bei besonders infektionsträchtigen
Tätigkeiten, bei denen es zu Hustenstößen beim Patienten kommt, wird
auch eine P 2-Maske empfohlen.


Müssen Messen und Kongresse abgesagt werden?
Zur Zeit prinzipiell nicht. Für Messeorte und Messeveranstalter gilt, dass
dort Oberflächen, Sanitäranlagen intensiv und regelmäßig gereinigt werden
und es sollte für eine gute Belüftung gesorgt werden. Darüber hinaus sollten
Messebesuche für Personen unterbleiben, die an grippeähnlichen Symptomen bzw.
fieberhaften Infekten leiden.
Die oben aufgeführten Maßnahmen werden vom Robert-Koch-Institut empfohlen.
Das Robert-Koch-Institut steht weltweit im Austausch und erhält regelhaft
Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO.


Bei Auslandsreisen erfolgen über die Homepage des Auswärtigen Amtes Hinweise
zu Gesundheitsempfehlungen.
Falls darüber hinaus Ihrerseits weitere Fragen bestehen, so können Sie gerne mit
uns Kontakt aufnehmen.


Dr. med. W. Bunk